Die Gurke

Die-Gurke

Die Gurke ist eine Verwandte der Melone. Beide gehören der Familie der Kürbisgewächse an. Da Gurken ein warmes Klima benötigen, ist ihr Anbau im Freiland hierzulande nur im Hochsommer und frühem Herbst möglich. Treibhaus-gurken, etwa aus Spanien, können hingegen das ganze Jahr über im Handel erworben werden.

Der Anbau der Gurke

Viele Gurken, die im Handel erhältlich sind, werden aus Spanien, den Niederlanden, Griechenland, Belgien, der Türkei, Tschechien oder Österreich importiert. Der Anbau ist allerdings auch in Deutschland möglich. Bevor hiermit begonnen wird, sollte der bevorzugte Gurkentyp feststehen. Schließlich gibt es unter anderem die Salatgurke, die Einlegegurke und die Schälgurke. Diese drei Gurkentypen unterscheiden sich in ihrer Optik als auch in ihrer Verwendung. Bezüglich ihrer Anbaubedingungen sind sie sich allerdings recht ähnlich. Die Gemüsepflanze Gurke ist sehr wärme- und nährstoffbedürftig. Aufgrund dessen sollte sie nicht vor den Eisheiligen (Mitte Mai) ins Freiland gesetzt. Wer die Gurkenpflanze selber züchten möchte, sollte ebenso nun noch keinen Samen draußen aussäen. Generell empfiehlt sich eine Anzucht der Gurke im Treibhaus oder auf der Fensterbank. Sie kann bereits Mitte April gestartet werden.

Den Boden gut lockern

Der Anzuchtplatz sollte dabei über eine ausreichende Helligkeit verfügen. Nachdem die Pflanzen einige Tage alt sind (und es draußen keine Fröste mehr gibt), können die Gurken, nach draußen gepflanzt werden. Das Beet ist nun schon idealerweise mit organischen Dünger -Kompost oder Stallmist- gedüngt. Außerdem sollte der Boden gut gelockert, jedoch nicht zu sehr krümelig sein. Beim Pflanzen ist auf einen ausreichenden Abstand vom 15 bis 20 cm zwischen den Pflanzen zu achten. Es sollten außerdem höchstens zwei Reihen auf ein Beet gesetzt werden. Immerhin benötigt eine Gurke Platz, wenn sie gut am Boden kriechen soll.

Wer diesen nicht zur Verfügung hat, kann auch auf Maschendraht oder auf ein Estrichgitter als Rankhilfe zurückgreifen. Sobald die Pflanzen die ersten 3-4 richtigen Blätter aufweisen, sollte erneut gedüngt werden. Im späteren Verlauf können außerdem bei älteren Sorten die Triebspitzen entfernt werden, sodass nur noch 2 bis 4 Blätter stehen bleiben. Dies führt zu einem verbesserten Wachstum und höheren Ertrag. Bei neuen Gurkensorten muss der Vorgang meist nicht vollzogen werden.

Kein kaltes Wasser

Einige Wochen später -Anfang Juli sowie Anfang August- sollte es zu weiteren Düngungen kommen. Als Dünger für die Gurke kann nun Brennnesseljauche oder mineralischer Dünger genommen werden. Nicht vergessen werden, darf zudem ein regelmäßiges Gießen. Die Wassertemperatur sollte dabei der Wärme der Umgebung entsprechend. Denn durch zu kaltes Wasser kann die Gurke einen säuerlichen Geschmack bekommen. Staunässe gilt es ebenso, zu vermeiden. Wer dies alles beachtet, muss dennoch bei der Gurke -wie auch bei allem Gemüse- mit Schädlingen und Krankheiten rechnen.

Die eben schon genannte Bitterkeit ist so eine Krankheit bei der Gurke. Ihre Ursache ist Wassermangel oder entgegenzuwirken gilt es, die Gemüsepflanzen erst nach den kalten Nächten hinauszusetzen. Die Wässerung sollte mit Wasser stattfinden, dessen Wärmegrad der Umgebungstemperatur entspricht. Außerdem werden im Handel mehr und mehr bitterfreie Züchtungen angeboten.

Eine andere Plage kann bei der Gurke die Brennfleckenkrankheit sein. Bei dieser Pilzerkrankung entwickeln sich auf Blättern, Stängeln und Früchten graubraune Flecken. Die Brennfleckenkrankheit wird vor allem durch eine kühle Witterung sowie einer hohen Luftfeuchtigkeit begünstigt. Die betroffenen Gurkenpflanzen sollten sofort vernichtet werden. Des Weiteren ist eine Anbaupause von mehreren Jahren ratsam. Nicht anders verhält es sich bei der Blattfleckenkrankheit. Hier sind vor allem die Blätter von braunen Flecken befallen. Im späteren Krankheitsverlauf verdorren sie. Auch schrumpfen die Früchte und bekommen ebenfalls Flecken.

Krankheiten vorbeugen

Hinzukommend kann die Gurke von Gurkenwelke befallen werden. Gurkenwelke kommt vor allem bei einem Anbau im Gewächshaus und bei Kälte und Staunässe vor. Bei dieser Krankheit sterben die Gemüsepflanzen ab. Mit einem lockeren Boden und häufigen Lüften des Gewächshauses kann ihr entgegengewirkt werden. Betroffene Pflanzen sind zu entsorgen. Ebenso sollte es für die nächsten 3 Jahre auf dem Beet zu keiner weiteren Züchtung von Gemüse der Kürbisgewächsfamilie kommen. Mittlerweile gibt es im Handel auch resistente Sorten zu erwerben.

Neben all den, kann auch noch der Echte Mehltau und der Falsche Mehltau auftreten. Echter Mehltau kommt zur warmen und trockenen Zeit vor. Die Blätter der Gurke bekommen mehlige Flecken, werden braun und sie fallen ab. Damit sich die Krankheit nicht weiter ausbreitet, können befallene Blätter entfernt werden. Gleichermaßen gilt es, für eine ausreichende Wasserzufuhr zu sorgen.

Vorsicht bei Mehltau

Geeignet ist es zudem, schon vorab nur tolerante Sorten zu erwerben. Der Falsche Mehltau, macht sich hingegen mit gelben (im späteren Verlauf braunen) Flecken auf der Blattoberseite und einem weiß-bräunlichen Belag auf der Blattunterseite bemerkbar. Im Gegensatz zum Echtem Mehltau ist der Falsche Mehltau eine Pilzerkrankung und kommt vor allem bei feuchtem Wetter vor. Die Blätter welken schnell. Innerhalb weniger Tage sind sämtliche Gurkenpflanzen eingegangen. Sie müssen spätestens nun entsorgt werden. Dabei sollten sie nicht auf dem Kompost landen. Zudem wird geraten, in den nächsten 3 Jahren keine weiteren Mitglieder der Kürbisgewächse auf dem gleichen Beet anzubauen.

Gurke ernten und lagern

Die Gurke kann je nach Sorte Mitte bis Ende Juli geerntet werden. Salat- und Einlegegurken werden im unreifen Zustand, mit einem Messer, über den Stiel von der Gemüsepflanze getrennt. Schälgurken bleiben dagegen etwas länger an der Pflanze. Generell lässt sich durch eine frühe Ernte jedoch dafür sorgen, dass die Gurkenpflanze weitere Blüten und somit mehr Früchte bildet. Ab Mitte August ist es angebracht, neue Blütenansätze zu entfernen. Somit können noch vorhandene Früchte besser gedeihen.
Nach der Ernte kann eine Gurke bis zu drei Wochen lang im Kühlschrank gelagert werden. Genauso ist eine Aufbewahrung als Essig- oder Salzgurken möglich.

Was beinhaltet die Gurke?

Eine Gurke hat bezüglich ihrer Inhaltsstoffe gleich mehrere Vorteile. Schließlich ist sie kalorienarm und reich an Wasser. Außerdem enthält sie viel Kalium, etwas Magnesium, Phosphor, Vitamin C sowie Kalzium. Geringfügig sind zudem Zink und Eisen enthalten. Weitere Bestandteile sind die Vitamine B1, B2, B3, B5, B6, B9, Ballaststoffe, Kohlenhydrate und Eiweiß. Aufgrund dieser gesunden Inhalte wird die Gurke vor allem in der Küche verwendet. Salatgurken werden zur Rohkost zu den Hauptmahlzeiten oder für zwischendurch. Ebenso können sie mit Salz, Pfeffer, Essig, Öl und bei Belieben mit Kräutern zu einem schmackhaften Salat werden. Manche Sorten sind hingegen speziell zum Garen gedacht. Andere können ihre Verwendung als Einlegegurken erhalten.

Wozu wird sie verwendet?

Die Gurke kann jedoch auch in ganz anderen Bereichen eingesetzt werden, etwa bei einem Sonnenbrand. Hier werden dünne Gurkenscheiben auf die Haut gelegt, welche sie kühlen. Durch das Kühlvermögen kann ebenso Fieber gesenkt werden. Als Gesichtsmaske angewendet, verleiht die Gurke außerdem der Haut eine entspannte Optik. Darum ist sie auch Beauty-Bereich gern gesehen.

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